Cannabis Sorten Guide: Indica, Sativa & Hybrid auf Messen erklärt
Indica, Sativa, Hybrid – was steckt dahinter?
Wer zum ersten Mal eine Cannabis-Messe besucht, wird sofort mit einer Flut von Sortennamen, Terpenprofilen und THC-Werten konfrontiert. Doch hinter all dem steckt ein einfaches Grundprinzip: Cannabis-Sorten lassen sich grob in drei Kategorien einteilen – Indica, Sativa und Hybrid. Wer diese versteht, findet sich auf Messen deutlich besser zurecht.
https://www.youtube.com/watch?v=JUHunFk6EG4Indica – Entspannung & Körpergefühl
- Herkunft: Ursprünglich aus dem Hindukusch-Gebirge (Afghanistan, Pakistan, Nordindien)
- Wirkung: Entspannend, beruhigend, körperbetont – oft als "Body High" bezeichnet
- Einsatz: Abends, bei Schlafproblemen, Muskelspannungen, Schmerzen
- Pflanze: Kompakt, buschig, kurze Blütezeit (8–9 Wochen)
- Bekannte Sorten: Northern Lights, OG Kush, Granddaddy Purple, Bubba Kush
Sativa – Energie & Kreativität
- Herkunft: Tropische Regionen Lateinamerikas, Afrikas und Südostasiens
- Wirkung: Anregend, euphorisierend, kopfbetont – "Head High"
- Einsatz: Tagsüber, bei kreativer Arbeit, sozialen Situationen, leichten Depressionen
- Pflanze: Groß, schlank, lange Blütezeit (10–14 Wochen)
- Bekannte Sorten: Haze, Jack Herer, Durban Poison, Strawberry Cough
Hybrid – Das Beste aus beiden Welten
Der Großteil moderner Cannabis-Sorten ist genetisch ein Hybrid. Züchter kombinieren seit Jahrzehnten Indica- und Sativa-Genetik, um spezifische Wirkungsprofile, Erträge und Terpene zu erreichen. Ein "Indica-dominanter Hybrid" lehnt sich stärker Richtung Entspannung, ein "Sativa-dominanter Hybrid" Richtung Energie. Viele dieser Sorten werden auf Cannabis-Events in Berlin, München und anderen großen Städten präsentiert.
- Bekannte Hybriden: Blue Dream, Girl Scout Cookies (GSC), White Widow, Gelato, Wedding Cake
THC & CBD – was bedeuten die Prozentzahlen?
- THC (Tetrahydrocannabinol): Der psychoaktive Hauptwirkstoff. Je höher der THC-Gehalt, desto stärker der Rausch. Moderne Züchtungen erreichen 25–30% THC.
- CBD (Cannabidiol): Nicht psychoaktiv, wirkt angstlösend und entzündungshemmend. Hoher CBD-Anteil dämpft oft den THC-Effekt.
- Einsteiger-Tipp: Niedriges THC (unter 15%), höheres CBD wählen – angenehmer, weniger Überforderung.
- Medizinisch: Oft spezifische THC:CBD-Verhältnisse verordnet (z.B. 10:1 oder 1:1)
Terpene – das Aromaprofil einer Sorte
Terpene sind die ätherischen Öle der Cannabis-Pflanze und bestimmen Geruch, Geschmack und – zusammen mit THC/CBD – die Gesamtwirkung (der sogenannte Entourage-Effekt).