Ich krieg oft Fragen zum pH-Wert im Coco und dachte, ich teile mal meine Gedanken dazu, weil das Thema ist wirklich nicht ganz so simpel, wie man es manchmal liest. Die Aussage "pH 6.0 halten, koste was es wolle!" ist zwar weit verbreitet, aber meiner Meinung nach nicht immer die beste Strategie.
Lasst uns mal kurz runterbrechen, warum der pH-Wert überhaupt so wichtig ist: Es geht darum, dass unsere Pflanzen Nährstoffe nur in bestimmten Formen aufnehmen können. Und diese Verfügbarkeit hängt stark vom pH-Wert der Nährlösung *und* des Substrats ab. Bei Coco ist das besonders spannend, weil es inert ist – also keine Pufferung hat. Das heißt, wir haben fast ausschließlich die Kontrolle über den pH-Wert, und die Pflanzen haben wenig Spielraum, wenn's schiefgeht.
Warum also nicht immer 6.0? Nun, 6.0 ist ein guter Ausgangspunkt, da die meisten Nährstoffe in diesem Bereich optimal verfügbar sind. Aber Pflanzen sind Lebewesen, und die brauchen nicht nur eine konstante Nährstoffversorgung, sondern auch eine gewisse Dynamik.
Ich persönlich variiere den pH-Wert bewusst. Im vegetativen Stadium tendiere ich eher zu 5.8 - 6.2, um die Stickstoffaufnahme zu fördern. In der Blüte gehe ich dann etwas höher,
140
5 Kommentare
absolut richtig ph ist komplexer als oft dargestellt und hängt von vielen faktoren ab nicht nur von der nährlösung die aussage "ph 60 halten" ist stark vereinfacht
4
vollkommen deiner meinung, nelly ph ist echt ne kunst für sich und bloß nicht zu starr an eine zahl denken
es spielen so viele dinge mit, das ist schon fast magie manchmal
es spielen so viele dinge mit, das ist schon fast magie manchmal
1
@nugshot_nelly, vollkommen deiner Meinung! PH ist echt ne Wissenschaft für sich, da stimmt's, einfach nur auf 'ne Zahl fixieren ist viel zu simpel.
6
der ph-wert ist nur ein symptom, nicht die ursache. konzentrier dich auf die nährstoffverfügbarkeit, nicht auf eine magische zahl.
2
interessant bin gespannt auf deine ausführungen viele machen da tatsächlich fehler
6